An dieser Stelle zeige ich Euch, wie man aus einem günstigen Baummarkt-Smoker ein solides BBQ-Gerät machen kann, mit dem Ihr sehr gute BBQ-Ergebnisse erzielen könnt. Und das mit nur relativ wenig Aufwand und vor allem sehr überschaubaren Kosten.

Als Grundgerät habe ich mich für den "Milwaukee"-Smoker des Herstellers Tepro entschieden. Es gibt aber auch ein baugleiches Modell von El Fuego. Beide Smoker gibt es zum Beispiel bei 
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  • Die Seitenfeuerkammer (SFK) wird mit Schamottsteinen aus dem Baumarkt ausgelegt. Die Steine sind 3 cm dick, ich habe sechs Stück davon verbaut. Zum Schneiden der Steine reicht eine günstige Flex mit Diamantscheibe.

  • Hier die Steine aus einem anderen Winkel.

  • Hier die Steine wieder aus einem anderen Winkel.

  • Für etwaige Flüssigkeitszufuhr habe ich eine alte Kastenform in die SFK gestellt. Diese wird nach Bedarf mit Wein, Bier, Apfelsaft oder einfach nur mit Wasser gefüllt. Je nach Hitze muss die Form ca. alle 2 Stunden neu gefüllt werden.

  • Achtung: Solltet Ihr keine Flüssigkeit benutzen, entfernt die Kastenform vor dem Anzünden.

  • Die Garkammer wurde ebenfalls mit Schamottsteinen ausgelegt. Hier habe ich für die 2 cm-Variante genommen. Die Mitte habe ich mit einem U-Profil aus Eisen ausgelegt, in das ich ein Loch für den Abfluss gebohrt habe. Insgesamt habe ich unter dem ersten Rost 10 Steine verarbeitet.

  • An die Ränder des Smokers habe ich– zwischen unterem und oberem Rost – eine weitere Reihe von halbierten Schamottsteinen platziert.

  • Statt einen Baffle oder eine Convection-Plate selber zu bauen, habe ich auf das fertige Modell von Joe's zurückgegriffen. Dieses Modell passt normalerweise in den Joe’s 16"-Smoker. Aber dank der Steine liegt die extrem schwere Platte hier auf dem unteren Rost wie eine Eins. Der Übergang zur SFK wird nicht ganz verschlossen, aber da sich auf der Gegenseite die Kastenform befindet, macht das gar nichts.

  • Auch hier eine extrem einfache Variante: Eine Verlängerung für Abluftrohre (z.B. für Küchenabzüge, aus dem Baumarkt) in den Schornstein stecken und mit den vorhandenen Schrauben fixieren. Das Material ist extrem biegsam und formbar. Einfach mit einem Messer soweit kürzen, dass das Ende mit dem oberen Rost abschließt. Man kann natürlich auch eine fixe Ofenrohrverlängerung anpassen oder schweißen.

  • Hier noch einmal im Gesamtüberblick mit dem oberen Rost.

  • Da ich mit dem mittig eingebauten Thermometer nicht ganz zufrieden war, habe ich es demontiert und das Loch mit einem einfachen 2 cm-Verschluss aus dem Baumarkt abgedichtet.

    Der Clou: Das Loch kann später genutzt werden, um die Temperaturfühler eines Fleischthermometers einzuführen.

  • Nun habe ich rechts und links entsprechende Thermometer eingesetzt. Ich habe mich für das Dr. Richter Grill-Thermometer entschieden, weil das Gehäuse leicht gebogen ist und perfekt auf den Deckel passt.  Entsprechend symmetrisch markiert, mit einem 1-2 mm Metallbohrer vorgebohrt, und dann die Löcher mit einem 8 mm Metallbohrer angesetzt.  Beide Thermometer zeigen im Betrieb, dank der Umbauten, einen maximalen Unterschied von ca. 5° Grad Celsius an.

  • Das ist eher eine Komfortfunktion: der SFK-Deckelhalter von Joe’s.

  • Der ist ideal, um den Deckel der SFK zu fixieren.